Stiglitz zu der Frage der Ungleichheit in den USA

Der US-amerikanische Ökonom Josef Stiglitz hat sich in einem bemerkenswerten Beitrag in der FTD zu den Ursachen der Ungleichheit in den USA geäußert und dabei gleich erklärt, was eigentlich Rent-Seeking ist. Was lernen wir daraus für die europäische Entwicklung und wieso sehen hier eigentlich so wenige die wachsenden Parallelen dazu in Europa?

Griechenland ist immer noch pleite

Es scheint ein Fluch dieser Zeit zu sein, dass die wirtschaftlichen Akteure (Banker, Manager, Politiker) sich vieles vormachen was Finanzmärkte und Staatsverschuldung betrifft; hierbei sind es besonders die Politiker, die es einfach nicht einsehen wollen, dass das o.g. Land pleite ist. Mühselig zieht sich dieser Prozess schon seit fast zwei Jahren hin (vielleicht sollte man mal die Kosten dieser vermeintlichen Rettung in Zahlen fassen) und die Griechen sind eigentlich immer mehr pleite.  Offenbar siegt auch hier wieder die Ideologie (nämlich dass Sparen in jeder Situation zu einem Erfolg führt)  und damit einhergehend die Denkblockade über einen gesunden Menschenverstand (dessen Existenz wir einfach mal unterstellen). Die Aktienmärkte scheint das aktuell gar nicht mehr zu kümmern, die haben sich schon damit abgefunden….

Hiezu ein interessanter Spiegel-Online-Beitrag vom 7.2.2012!

Siechtum, Moral und wie es wirtschaftlich in 2012 weiter geht…….

Zum Jahresende mal wieder die üblichen Schwarzmalereien (der Berliner Fachhochschullehrer Dullien darf mal wieder sein alt-keynesianisches Lied der Krise anstimmen: wir dürfen uns nicht auf 2012 freuen, weil die Wirtschaft halt so funktioniert, wie es sich ein Dullien vorstellt: Kommentar in Spiegel-Online vom 31.12.11  )      Die Standardökonomen verstehen die Wirtschaft einfach nicht mehr – ich wage zu behaupten, Sie haben sie noch nie verstanden…………Interessant ist auch ein Ausblick auf die moralische Seite der Krise, wie sie der Zeit-Redakteur Mark Schieritz vornimmt: es ist ungerecht für die meisten, Banken zu retten,  die sich verspekuliert haben und andererseits wäre die Welt ohne diese Rettung eine andere: Zeit-Artikel vom 31.12.11  . Ich behaupte, abseits der moralischen Fragen, die zurecht aufgeworfen werden, ist die Krise das Ergebnis massiver menschlicher Schwächen und Verhaltensnomalien, die irrtümlich Anomalien genannt werden. Sowohl die neoklassischen wie die alt-keynesiansichen Ökonomonen haben die falschen Instrumente zur Krisenanalyse. Seit Jahrzehnten, ja Jahrhunderten wird in Kategorien gedacht, die spätestens heute nicht mehr zutreffend sind. Geld wird in die Wirtschaft gepumpt, ohne dass Inflation entsteht, Prognosen werden regelmässig von der wahren Entwicklung Lügen gestraft, Staaten verschulden sich und wirtschaften so, als gäbe es kein Morgen mehr.

Das wirkliche Gesetz der Ökonomie der letzten Jahrzehnte ist das Gesetz von Intel-Gründer Moore: die technische Leistungsfähigkeit von Prozessoren und Rechnern verdoppeln sich alle 18 Monate und verändern die technischen Bedingungen allen Wirtschaftens. Dieses Gesetz ist das Gesetz der Internetökonomie – unterstützt durch Gesetze der Verhaltenspsychologie und durch kaum analysierbare Zufallsprozesse. Hier tauchen keine Gesetze der Nachfrage und der Angebote mehr auf, weil diese im Orkus der Wirtschaftsgeschichte verschwunden sind.

Über 65 % der amerikanischen Börsenumsätze sind auf den Hochfrequenzhandel zurückzuführen (siehe hierzu den Wikipedia-Artikel ) und wir begreifen langsam, was die Grundlagen unseres Wirtschaftens abbildet: vermeintlich kollektive Intelligenz der Menschen, die zu Usern geworden sind und die Schnelligkeit der Rechner und deren Algorithmen  …………….

Keine Ende eines Albtraums und Das Ende eines Traums – des Euro-Traums

Das, was in dem hier zu besprechenden Artikel der Financial Times Deutschland Online vom 12.11.11  analysiert wird, kennen wir schon in kleinerer Dimension vom Griechenland-Desaster, nur um ein sechsfaches kleiner. Es zeichnet sich ein wahrhaft großer Schlamassel ab, der durch keinen Rettungsschirm mehr aufgefangen werden kann. Wenn man der Analyse klar folgt, ist das Finanzsystem und der Euro am Ende. Schuld ist die Naivität, mit der die Politiker den Euro ins Leben gerufen haben. Alle verliessen sich auf die Seriösität mancher Euro-Staaten, wo weit und breit keine zu erkennen war. Selbst die Allianz hat dem italienischen Sänger Berlusconi bereitwillig Geld geliehen, denn der ist es ja, der das Land schon seit vielen Jahren in den Ruin treibt. Was soll man von solchen Profis halten – haben Sie denen Ihr Geld anvertraut?

Es ist nicht leicht, in dieser Situation Ratschläge zu geben. Vielleicht den  einen Ratschlag, das Geld nur Leuten und Netzwerken anzuvertrauen, denen man Vertrauen schenkt. Viele Banken und Versicherungen haben das Vertrauen verspielt und wir haften als Steuerzahler schon seit einigen Jahren  dafür.  Geben Sie ihr Geld einer GLS-Bank, der Fidor-Bank oder verleihen Sie es über SMAVA oder demnächst United Equity. Es ist an der Zeit, dass die Menschen ihre Geldsachen selbst in die Hand zu  nehmen…..es ist gar nicht so schwer und es muss nicht unangenehm sein………………………

Thema dieses Blogs: Nicht nur protestieren, sondern auch handeln: Bank wechseln z.B.

Es tut sich was! Was hier auf diesem Blog und auf vielen anderen Blogs und Webseiten schon seit Jahren diskutiert und geschrieben wird: Bankenrettungen bringen die Wirtschaft und die Gesellschaft nicht weiter. Etwas populär wird der Bezug zu den amerikanischen Demos hier aufgzogen (aber gut!). Allerdings: auf Fragen, wie denn ein Finanzsystem aussehen könnte, das einigermaßen gerecht sei, kommen wenige bis gar keine fundierten Antworten.  Es wäre doch einmal gut zu erfahren, wie viele der Demonstranten ein Konto bei der Deutschen Bank haben und welche Finanzprodukte sie bevorzugen…..Noch besser, wer von den Demonstranten den Banken Geld zu Spottzinsen ausleiht (über Sparbücher, die einen Zins von einem oder 1,5 % bringen). Immerhin will die Initiative Occupy Frankfurt ihr Konto bei der ökologisch ausgerichteten GLS-Bank eröffnen……………….Weiter so!

In Kürze wird United Equity auf den Plan treten – jetzt kann man schon mit der Fidor-Bank die neue Welt der Finanzen im Zeitalter Web 2.0 besuchen…………………..

Natürlich können wir uns über Facebook, Twitter und andere austauschen und vernetzen: Hier Facebook

Update: DAUERCRASH: Wie die Finanzmarktkrise zurück kommt……………………

Es ist vorhersehbar gewesen: die Finanzkrise hat einen neuen Höhepunkt erreicht, in der ersten Augustwoche verloren die Hauptindices mehr als 15 %, in der darauffolgenden Woche geht es weiter: 20 % minus, na wenn das kein Crash ist. Die sich abzeichnende Panik hat alle Anzeichen einer Herdenpanik und der ganz große Crash kündigt in dunkelsten Farben sein Kommen an – so könnte man meinen. Die Staaten haben sich allesamt übernommen, teilweise auch wegen der Bankenkrise von 2007/2008. Es ist erstaunlich, dass die große Krise der Finanzmärkte nicht mehr Staub aufwirbelt, denn es kündigt sich was an…………….Alles Weitere auch auf diesem Blog…………………..Interessant sind auch die Kommentare in den Medien, die nur so vor hohlen Sprüchen protzen, ohne wirklichen Sinn!! Für die User, die diesen Blog lesen heißt es nämlich, dass viel Geld verloren geht und das nicht nur wenn sie Aktien oder  Fonds besitzen, sondern auch private Rentenversicherungen oder auch Kapitallebensversicherungen. Denken Sie daran: um auf den Stand von Ende Juli zu kommen, müsste der DAX rd. 30 % zulegen………………..

Es war klar: Die Steuerzahler zahlen für Griechenland………

Das Griechenlanddesaster zeichnet sich durch zweierlei Ursachen aus: einerseits konnten Banken wieder leichtfertig an ein wenig solventes Land Kredit vergeben, ohne wirklich dafür gerade zu stehen, andererseits wird die Medizin der Sparkonzentration dem Land nicht auf die Beine helfen.  Beides ist einer ungenügenden Regulierung und Bankenpolitik sowie einer wenig innovativen Wirtschaftspolitik in Europa geschuldet. Siehe zu diesem Thema einen Spiegel-Online-Artikel vom 1. Jul 2011 .

IMB Studie leider noch nicht veröffentlicht: Die Kosten des Fondmanagements…oder wie Anleger arm gemacht werden

Es ist das Thema dieses Blogs: Nutzer und Anleger sollten sich verstärkt selber Gedanken machen, wo sie ihr Geld anlegen und vor allem wie. Indexfonds sind da eine ganz gute Alternative zu gemanagten Fonds, obgleich hier noch viel Aufklärungsarbeit zu machen ist……..Es gibt eine aktuelle IBM-Studie, die wohl leider noch nicht veröffentlicht ist, die aber Interessantes enthält: siehe Spiegel Online vom 6.5.11-Artikel                                                                                                         Was treibt die Anleger und Nutzer zu diesem Verhalten, diskutieren Sie mit………………