Bemerkenswert: Wie eine Industrie sich selber vernichtet………………..

Die Automobilindustrie ist nun nach den Banken die Branche mit der höchsten Skandaldichte. Zuerst Dieselskandal – nicht nur bei VW –  und jetzt der Vorwurf, ein Kartell gebildet zu haben  (siehe Artikel in der SZ von heute). Dabei hätte das Management so viel zu tun:  die Wende hin zu neuen Antriebsenergien und Motoren muss organisiert werden oder  die technologischen Herausforderungen (von Industrie 4.0 bis hin zu der Herausforderung autonomer Autos) müssen gemeistert werden.

Statt dessen haben die Manager in den letzten Jahren Betrugssoftware entwickeln lassen und  illegale Absprachen getroffen. Der Umweltschutz – der in der Werbung der Industrie ja immer so herausgestellt wird – wurde dabei offensichtlich dem Kostenkalkül geopfert.  Intelligentes Management sieht anders aus….es wäre mittel- und langfristig erfolgreicher!

Sowohl die Anleger wie auch die Kunden haben Alternativen: Die Anleger können bewusst raus aus den Papieren der umweltbelastenden Industrien gehen und die Kunden können E-Autos und Brennstoffzellenautos von japanischen, französischen oder anderen Anbietern kaufen. Es sei ihnen zu empfehlen und dies ist die sehr gute Seite der Globalisierung!

Siehe den Artikel in der Süddeutschen Zeitung Online vom 25.7.17  

G20 Gipfel in einer Zeit der Unruhe

Wenn wir behaupten, dass die Welt sich heute am Scheideweg befindet, dann übertreiben wir wohl nicht. Die Überlagerungen der verschiedenen kritischen Szenarien haben alle mit der neuen Rolle der USA zu tun, die ja von Sponanität und Populismus bis hin zu Rechtsnationalismus geprägt ist. Merkel mit dem chinesischen Staatspräsidenten in wohlwollender Harmonie gegen Trump und den Potentaten Erdogan…wer schaut da noch durch? Ach und: droht in und um Katar nicht auch eine Riesenkrise oder ist schon im Gange (mit durchaus kriegerischem Potential) und last but noch least testet Nordkorea nicht den atomaren Erstschlag gegen die USA?

Erstaunlich, dass die Märkte davon relativ unberührt bleiben und wir immer noch auf das Platzen der Blasen warten – immerhin sind  die Anleihenmärkte schon in Bewegung – hier link zu finanzen100 

Also – wer auf steigende Zinsen setzt, liegt heute nicht ganz falsch. Aber psst….nicht weiter sagen…………………..

Momentaufnahme: Trump, Steuerbetrug, Terror

In diesen Tagen, das sei aus historischer Sicht hier mal erwähnt, wird recht unreflektiert eine Katastrophe nach der anderen betrachtet und dennoch bleiben große Aufschreie aus: es ist so, als wäre die Welt in einen Zustand der Agonie  verfallen. Ein katastrophaler Auftritt des „Führers der freien Welt“ bei internationalen Treffen mit Rempeleien und Pöbeleien wird ebenso hingenommen, wie dessen Einlassung zum Klimawandel und zum Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen. In der Tat hat Trump mit seinen Plänen vor der Wahl nicht hinter dem Berg gehalten und in der Tat wurde er dafür von den Amerikanern (nach deren Wahlsystem)  mehrheitlich  gewählt. Folglich ist das amerikanische Volk für das Desaster verantwortlich – seltsam, dass dies niemand so deutlich sagt. Herr Trump kann noch so viele Konferenzen sprengen oder Abkommen kündigen oder Kriege entfachen  – alle wussten, dass es so kommen würde.

Ein weiterer Skandal dringt dieser Tage in der Bewusstsein der Öffentlichkeit, der in seinem Ausmass schon fast unglaublich ist: internationale Finanzeliten haben dem deutschen Staat einen Schaden von mindestens 31,8 Mrd. Euro zugefügt und offenbar konnte sich der Staat dagegen über viele Jahre hinweg nicht wehren. Und dies zusätzlich zu den Schäden der Finanzkrisen vor 10 Jahren, die ebenfalls hunderte Milliarden Schäden anrichteten.  In der Online-Ausgabe der Zeit vom 8.6.17 finden Sie die Hintergründe gründlich dargestellt (Link hier). Die Frage muss erlaubt sein, ob ein solcher Schaden nicht gewaltige Erschütterungen in den Glauben an unseren Rechtsstaat auslösen muss.

Und: last but not least, in London rennen muslimische Terroristen in  einer Samstagnacht herum und stechen auf Nachtschwärmer ein oder überfahren sie mit einem Transporter. Der Terror erreicht immer neue Ausmaße und irgendwie führt das auch zur Abstumpfung…………

Shiller KGV auf hohem Wert: wo führt das hin…

Der besorgniserregend hohe Wert des Shiller KGV  sollte auch auf dieser Seite erwähnt werden – diese Kennziffer ist mittlerweile bei den Experten international anerkannt. Der inflationsbereinigte, längerfristig ausgerichtete Wert für das Verhältnis zwischen den Kursen an den Börsen (hier bezogen auf den amerikanischen S&P 500- Index) wird von Shiller und vielen Experten als geeigneter Indikator für die Vermögenspreisentwicklung bezogen auf Aktien angesehen.

Er liegt bei über 29 und ist damit zwar noch etwas von anderen Höchstwererten wie 1929 oder 2000 entfernt, aber er ist höher als vor 10 Jahren – vor der Finanzkrise.

Hier der Link zu der Seite von Prof. Shiller

Hier ein Beitrag in der NZZ vom 09.Mai 17, der sich auch mit der Aktienbewertung beschäftigt.

Und wir mashen weiter mit folgendem interessanten Beitrag aus der Wirtschaftswoche vom 11.5.17

Die französische Herausforderung

Nachdem die Kommentatoren auf die Wahl von Emmanuel Macron und Marie LePen  in die Stichwahl der französischen Präsidentschaftswahl optimistisch reagiert haben und sich viele wünschen, es würde mit Europa alles so bleiben, wie es ist, dämmert dem einen oder anderen (etwas später wohl an den Börsen), dass dies nicht so sein kann.

Wer es mit Europa irgendwie ernst meint, kann an den Börsen und sonst irgendwo darüber nicht zur Tagesordnung über gehen: Frankreich ist das europäische Kernland und die Konsequenzen betreffen mit Europa auch Deutschland. Entweder, wenn LePen gewählt wird, ist Europa in der derzeitigen Verfassung nicht  mehr haltbar, oder – wenn Macron gewählt wird – wird es wirtschafts- und finanzpolitische Veränderungen (vielleicht sogar in Richtung Eurobonds) geben, die die Börsen wohl heute noch nicht richtig voraussehen wollen oder können…….

Es wird – wenn er gewinnt – Herr Macron sein, der den Wechsel zuungunsten Deutschlands ziehen wird…darüber sollte es keinen Zweifel geben.  Europa ist seit gestern für die deutsche Wirtschaft „kein free lunch mehr“.

Erneut bestätigt: Falsche Geldanlage führt zu Vermögensverlusten

In Zeiten leicht ansteigender Inflation wird der Befund, der zu Beginn dieses Jahres in einer DZ-Studie (siehe Handelsblatt-Online vom 5.1.17) erneut fokussiert wird, noch bemerkenswerter: die Deutschen sparen, legen aber nicht an. Dabei könnten so viele Projekte und Unternehmen finanziell für die Anleger einiges abwerfen -nicht nur über Aktieninvestitionen! Die große Frage ist letztendlich, inwieweit die Ignoranz gegenüber den negativen Sparrenditen nicht doch irgendwann einmal einem Gefühl für die  Vermögensverluste weichen wird, denn die Vermögen sollen ja doch irgendwann einmal zu einem großen Teil eine Stütze für die Rentenzeit sein. Offensichtlich fehlt es an Aufklärung und einer überzeugenden Darstellung der Chancen verbesserter Anlageformen, die die Sparer auch wirklich erreichen. Immerhin zeigt der Trend bei der Aktienanlagen zu Indexfonds, dass gute Erkenntnisse die Anleger auch wirklich erreichen können. Fintechs wir Vaamo u.ä. können hier hilfreich sein, denn die Anwendungen sind überschaubar und ergiebig.

Es ist wieder soweit: Bank in Italien wird mit Staatsgeldern gerettet

Was soll man sagen: 9 Jahre nach Beginn der weltweiten Finanzkrise werden wieder Banken mit Steuergeldern gerettet. Es ist ein traumatischer Skandal, weil die Welt sich in Wirtschafts- und Finanzsachen nicht weiter bewegt. Warum nimmt es die demokratische Öffentlichkeit hin, dass die Steuerzahler weiter für die Fehler der Banker  gerade stehen (siehe hier Zeit-Online-Artikel vom 22.12.16). Ein Punkt, eine rote Linie ist erneut überschritten worden und es ist mehr als nur ein Fauxpas: das Finanzwesen ist in seiner hergebrachten Form am Ende. Die Welt befindet sich am Rande riesenhafter Katastrophen (Trump ante Portas) und es scheint, als gäbe es kein gutes Ende…aber wir können davon träumen: Menschen erhalten die Souveränitat über ihre Finanzmittel zurück. Die Menschen investieren mit Hilfe von Technologie in Projekte (auch gute und nachhaltige Projekte), die sie interessieren. Die Technologie gibt es, aber die Politik ist noch nicht bereit dafür und wir machen offenbar Rückschritte.

Ratlosigkeit und Angst ….Trump ante portas!

In dem  Zeit-Beitrag von heute – 9.11.16  – wird sehr klar beschrieben, welche Zäsur (wieder an einem 9. November) für die USA und die Welt mit dem Wahlsieg von Trump verbunden ist. Die Börsen trudeln (dann doch nicht), die Kommentatoren können den Sieg von Trump nur mühsam einordnen (wie konnte das passieren, dass die vermeintlich Abgehängten nun doch eher rechtsradikal und rassistisch sind)  und die Welt hält ein wenig den Atem an: bedauerlicherweise muss man davon ausgehen, dass die internationale Ordnung (weiter) aus den Fugen gerät – Globalisierung, Frieden, Fortschritt, Klimaschutz sind vielleicht Begriffe von gestern.  Wer hätte das gedacht, dass die größte Demokratie der Welt einen solchen Menschen zum Präsidenten wählt. Man muß wirklich kein Schwarzseher sein, um für die Zukunft globale Krisen zu befürchten. Es ist einer der schwärzesten Tage seit Ende des 2. Weltkrieges!

Welcome in der Zukunft………….

Heute morgen ist es passiert: ein unerklärlicher Rückgang des Pfundkurses …Nervosität an den Märkten ……Zitat aus einem Online – SZ-Artikel vom 7.10.16 08:02: „“Großbritannien hat sich für den Brexit entschieden, ich glaube sogar für einen harten Brexit“, sagte Hollande. Und dann, so Frankreichs Präsident, müsse man diesen Schritt nun auch durchziehen. Möglich ist, dass Algorithmen diesen Medienbericht aufnahmen und so den Kurssturz auslösten. Laut FT begann dieser zumindest in derselben Minute, in der auch der Text online ging.“ Siehe den ganzen Artikel hier.

Bankenkrise ohne Ende: Beginn der Panik

Die öffentlichen Reaktionen auf die Schieflagen bei der Deutschen Bank und bei der Commerzbank sind verständlich – sie sind aber auch bereits von Panik gekennzeichnet. Jahrelange Versäumnisse der Banken und der Regulierung  rächen sich nun – viele Beobachter haben die Probleme vorher gesagt. Es ist sicher gut, wenn die Banken bei Stresstests einigermaßen gut über die Runden gekommen, doch der Blick auf Bilanzen ist bekanntlich auf die Vergangenheit gerichtet. Nimmt man die Zukunft mit ins Kalkül auf, dann sieht es finster aus. Dass die technologischen Änderungen – wir sprechen sogar von Disruption – erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle der Banken haben, war schon vor langer Zeit klar. Die Niedrigzinsphase dauert auch schon eine Weile an und deren Ende wurde nur von wenigen Experten vorausgesagt – ist also für die Banken keine Überraschung. Wenn aber im Bankensegment das Vertrauen in gewisse Banken schwindet, wissen wir, dass es da sehr schnell zu sich verstärkenden Effekten kommen kann (Kunden – vor allem Großkunden – wandern ab, Geschäftsbeziehungen werden überdacht…etc.).

Es dämmert…………………..

Hier ein Zeitartikel-Online (vom 30.09.16), der es ganz gut beschreibt.

Wenn Sie mögen, zeige ich Ihnen einen Blick in die Zukunft: Die Blockchain-Info-Seite, auf der alle Transaktionen fast in Echtzeit auf der linken Seite abgebildet werde…Achten Sie bitte auf die Geschwindigkeit, in der die Transaktionen angezeigt werden…