Bankencrash

Dieser Blog soll Gelegenheit für einen Gedankenaustausch geben. Anleger können angesichts der aktuellen Finanz- und Konjunkturkrisen Tipps weitergeben oder auch Analysen bereit stellen. Das Internet macht es möglich, dass Nutzer miteinander kommunizieren und Wissenswertes austauschen. `Viele Bankkunden klagen, dass sie bei ihrer Bank nicht richtig beraten werden, diese würde nur an ihren Verkaufserfolg denken: wer kann es den Banken verdenken? Die Nutzer können sich heute besser denn je über öffentliche zugängliche Portale oder Blogs informieren und den Wissensaustausch voran bringen.

Die aktuelle Bankenkrise gibt Anlass zur kritischen Schau auf Vermögensanlagen. Jeder Nutzer hat so seine Erfahrungen gemacht und kann andere daran teilhaben lassen. Wo gibt es günstige und sichere Tagesgeldangebote? Welche Aktien können empfohlen werden oder sollten gemieden werden? Welche interessante Start-ups oder Techniskunternehmen kommen für Anlagen in Frage?

Die Welt der Anleger findet zunehmend im Netz Ihre Entsprechung. Machen Sie sich das zunuzte……

Erst einmal einige Gedanken zu den dramatischen Ereignissen seit September 2008.

Es folgen an dieser Stelle Einschätzungen, Kurzbeschreibungen und Kommentare vom Administrator und von Nutzern. Bitte registrieren Sie sich unten, dann können Sie Kommentare abgeben.

————————————————

Es gibt ganz einfache Regeln für Kreditnutzer und Anleger zurzeit: z.B. auf das Zinsgefälle achten, ein günstigeres Girokonto mit niedrigernen Zinsen wählen (geht heute eigentlich sehr schnell – so ein Kontowechsel). Immerhin macht es ja einen Unterschied z.B. bei vielen Banken und Sparkassen 14,5% Dispo-Zinsen zu zahlen oder eine günstige Bank mit nur 6,95 % zu finden (z.B. DAB-Bank).

Aktien: lieber zurzeit nicht………Fonds – da haben sich die Leute auch zurückgezogen (häufig hohe Kosten und geringe Rendite, aber auch hier gilt: Vergleichen und sich die Internetseiten von Finanztest herbeigoogeln……..). Infexfonds sind da etwas anderes, auch hier schauen Sie bei Finanztest vorbei ………naja, und Zertifikate haben wohl etwas an Vertrauen verloren (wobei hier das Emittentenrisiko im Vordergrund steht und da hat ja der Staat schon einiges gemacht… Sparkassen und andere öffentliche Banken können hier ja bevorzugt als Emittenten genommen werden…..)

Entscheiden Sie, kommunizieren Sie, sagen Sie anderen, bei was Sie gute Erfahrungen gemacht haben……….Das Netz hilft Ihnen……………….

Etwas zur Historie der großen Finanzkrise in 2008:

September 2008: Ist es denkbar, dass der aktuelle Bankencrash noch weitere Kreise zieht und die Anleger noch einen größeren Schaden befürchten müssen?

Heute am 17.9. steht eine große britische Hypotehenbank vor dem Aus…….

Hier etwas vom 18.9. 08 aus Spiegel-Online, das die Stimmung etwas wiedergibt: Siehe bei den Links rechts

19.9.08: So, in Amerika richtet es nun der Staat.

– Das Ganze sieht nach Abenddämmerung aus, (was ist eigentlich eine finanzwirtschaftliche Kernschmelze??). Auf alle Fälle – so eine nüchterne Analyse – sind alle Anlagen, die in den Markt gehen von einer derartigen Volatilität betroffen – alle Altersvorsorgeprodukte können auf irgendeine Art und Weise betroffen sein, weil die Verluste der Märkte auf die Renditeerwartungen der Produkte Auswirkungen haben.

– Aktuell steht heute (5.10.08) die Hypo Real Estate auf der Kippe – die Tochter Depfa hat offenbar größere Liquiditätsprobleme als erwartet. Es ist kaum vorstellbar (aber vielleicht doch möglich), dass der Staat hier 50 Mrd. an Belastungen übernimmt. Übrigens hört man von weiteren Liquiditätsproblemen – auch an der Commerzbank wird eine Pleite der HRE nicht spurlos vorüber gehen…….

Heute (6.10) wird es noch interessanter: Eine Staatsgarantie für alle Sparer – Volumen über 1400 Milliarden Euro. Was kommt noch?

Das Wochende vom 11/12. Oktober 2008 brachte die Entscheidung für eines der größten Hilfsprogramme für Banken weltweit, allein in Deutschland hat das Paket aus Bürgschaftszusagen und Kapitalhilfen ein Volumen von 500 Mrd. € – eine wirklich beeindruckende Zahl (zum Vergleich 2007 betrug das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland rd. 2400 Mrd. €).

Ein Anleger muss sich für die jetzige Zeit auf zweierlei einstellen: die Aktienkurse werden erst einmal weiter sinken, weil die Weltwirtschaft und auch Deutschland in eine schlimmstenfalls Rezession schlittern können, die Inflationsrate wird eher sinken (trozt der Geldpolitik der Notenbank und der zunehmenden Verschuldung der Staaten) und die Zinsen für Sparprodukte auch. Unternehmen – vor allem kleine und mittlere Unternehmen – werden dagegen mit steigenden Risikoaufschlägen in ihren zu zahlenden Zinsen zu kämpfen haben. Keine guten Voraussetzungen für eine schnelle Erholung.

Und nun heute (18.10.08) dies:Trotz des Finanzchaos’ an der Wall Street streichen die Krisen-Banker nach einem Zeitungsbericht noch immer milliardenschwere Bonus-Zahlungen ein. Allein die Bezüge der Mitarbeiter der sechs größten Banken summierten sich für die bisherige Arbeit in diesem Jahr auf über 70 Milliarden US-Dollar (50 Milliarden Euro). Davon entfällt ein Großteil auf Boni, wie die britische Zeitung The Guardian berichtete. Die Summe entspricht etwa zehn Prozent des Volumens vom Rettungspaket der US-Regierung – bei dem die betroffenen Banken auch bereits Bedarf angemeldet haben. Die großzügigen Boni werden nun noch schnell ausgezahlt, bevor die Regelung greift, nach der Bankmanager ihre Bezüge einschränken müssen, wenn sie Hilfe vom Staat bekommen wollen. (Sueddeutsche Zeitung online 18.10.08)……………..Na, wer sagts, denn…….geht doch!!

11.11.08: Einige Banken haben sich in Deutschland unter den o.g. Schutzschirm begeben, das Ausmaß der Verluste ist immer noch nicht absehbar. Heute in der FTD-Online: “Die weltweiten Verluste im Zuge der Finanzkrise werden sich nach Einschätzung von Goldman Sachs auf bis zu 1400 Mrd. $ belaufen. Davon seien bislang lediglich 800 Mrd. $ bekannt, sagte der Chefvolkswirt der Bank, Jan Hatzius. Dies bedeute, dass Banken und Volkswirtschaften noch harte Zeiten bevorstünden.”

————————————————